“Das ist für mich ein wahnsinnig aufregendes Projekt”

Hörenswerte Plauderei auf WDR5 mit Gudrun Gut über die Arbeit am Heimatlieder-Remix-Album und sehr viel mehr

Ein interessantes Gespräch mit Gudrun Gut, die wie ihr wisst unser zweites Heimatlieder-Album elektronisch remixt hat (VOGELMIXE) lief am 25. August 2016 in der WDR5-Sendung “Neugier genügt”. Die Moderatorin will es da genau wissen und befragt Gudrun zunächst über das, was das Publikum mit der Weltpremiere von LE PETIT HEIMATLIEDER FEAT. GUDRUN GUT AUF DER C/O POP geboten bekommt (viel!), aber auch über das Projekt, und wie zur traditionellen Musik die elektronischen Remixe entstanden. Ausführlich beschreibt Gudrun, wie sie selbst sich an diese “Heidenarbeit” gemacht hat, und bekennt ehrlich, dass sie es sich leichter vorgestellt hatte, mit den in Augsburg aufgenommenen 16 Spuren umzugehen. “Ich habe mir einen Effektpark aufgebaut in meinem Studio, und das alles durchgeschliffen, 100-mal angehört, geschnitten, neu zusammengesetzt, wieder verworfen, nochmal gehört, und das … war ein langer Prozess!” berichtet sie. Zudem hat sie sich intensiv mit den traditionellen Musiken auseinandergesetzt. Selbst viel herumgereist, wollte sie die Sprache verstehen, die Harmonien, die Chöre. “Am Anfang dachte ich, das wird ein Spaß, eine kleine Weltreise zu mir nach Hause zu holen, das ist ja ‘ne schöne Sache. Aber jeder Track hatte dann doch so viel Eigenleben und Historie…”

Was dabei herausgekommen ist, wird natürlich in der Sendung auch angespielt, mit dem Track “Marhba”, einem mächtigen, schubigen Remix eines marokkanischen Stücks von LA CARAVANE DU MAGHREB. Hier erfährt man auch, mit welcher Herangehensweise Gudrun sich die Originale vorgenommen hat: “Ich habe mich immer bemüht, den Erkennungswert drin zu lassen und da auch nicht so mein Stück draus zu machen, dass das andere Stück verloren geht.” Sie selbst weiß nur zu gut, dass Künstler nicht immer etwas mit Remixen ihrer Tracks anfangen können, und so war sie um so mehr überrascht, dass die Jungs von der Caravane ihren Remix toll fanden. Sie lerne in diesem Prozess unheimlich viel: “Das ist für mich ein wahnsinnig aufregendes Projekt.”

Schließlich könnt ihr im Beitrag aus erster Hand noch einiges über Gudrun Guts Lebensweg erfahren – von den Einstürzenden Neubauten über Malaria! bis zu einer aktuellen Eigenproduktion, die ebenfalls gespielt wird, und warum sie sich nach 40 Jahren Berliner Stadtleben gern mal in die Natur zurückzieht.

(Foto © Mara von Kummer)


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